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Resolution der Mitgliederversammlung: HNO-Ärzte fordern Ende der Budgetierung


Budgetiertes Honorar: HNO-Ärzte bekommen 20 bis 25 Prozent ihrer Leistungen nicht bezahlt (Bild: psdesign1)
Neumünster , 01.11.2017 - Der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. fordert, die Budgetierung aller Leistungen der Grundversorgung zu beenden. Damit setze man die nötigen Anreize, die wohnortnahe fachärztliche Versorgung zu stärken, heißt es in einer von der Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedeten Resolution.

In dem Papier erklären die Mitglieder des HNO-Berufsverbandes weiter: „Nach wie vor werden vor allem in den patientennahen Fächern, wie der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, rund 20 bis 25 Prozent aller Leistungen nicht bezahlt. Im Ergebnis fehlt die nötige Zeit für die Behandlung der Patienten. Notwendige Investitionen in die Praxisausstattung bleiben auf der Strecke. Die Niederlassung in der Grundversorgung wird dadurch unattraktiv.

Der Berufsverband fordert, grundsätzlich feste Preise ohne Mengenbegrenzung für alle ärztlichen Leistungen einzuführen. Als Einstieg sind hierfür alle relevanten Betreuungs- und Koordinationsleistungen sowie die Leistungen, die mit der pauschalierten fachärztlichen Grundvergütung belegt sind, aus der Morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) herauszunehmen und in die Extrabudgetäre Gesamtvergütung (EGV) zu überführen. Dies muss für Leistungen der Hausärzte wie der Fachärzte gleichermaßen gelten.

Die Entbudgetierung der Grundleistungen setzt effiziente Anreize, die wohnortnahe haus- und fachärztliche Grundversorgung zu stärken. Die derzeitige Budgetierung der Grundversorgung trifft alle Versicherten in einem elementaren Grundbedürfnis. Dieses zu budgetieren, ist sozial ungerecht.“

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